Impressionen von der Mosel

Das grüne Juwel im Herzen Europas 

Üppige Rebgärten soweit das Auge reicht, eine Flusslandschaft, die nördlich der Alpen ihresgleichen sucht, faszinierende Dörfer mit südlichem Flair – und überall Wein

Wer einmal mit dem Schiff die kurvenreiche Mosel hinauf- oder hinab gefahren ist, den lässt die Schönheit der Landschaft nicht mehr los. Wie auf einem Gemälde zieht sich zu beiden Seiten des Ufers ein dicht bepflanztes Rebenmeer an den Steilhängen bis zum Horizont empor. Das Wasser leuchtet in sanftem Grün. Am Fuß der Weinberge liegen malerische Weindörfer mit romantischen Fachwerkbauten und Städtchen in Jugendstilarchitektur. Ein Traumpanorama, das sich hinter jeder Flussschleife selbst übertrumpft. Die Mosel und ihr Wein fanden in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder in der Literatur Erwähnung. Rudolf G. Binding verewigte sie in seiner Novelle „Moselfahrt aus Liebeskummer“, Kurt Tucholsky schrieb „Wir soffen uns langsam den Fluss hinab“ und Dichterfürst Goethe „genoss des köstlichsten Moselweins“ im Jahre 1792. Der zeitgenössische deutsche Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil schrieb die autobiographische Reiseerzählung „Die Moselreise“, die aus einem Tagebuch entstanden ist, das er als Elfjähriger während einer Moselreise verfasst hat. Der britische Landschaftsmaler William Turner zauberte die Landschaft auf seine Leinwände, und auch der französische Schriftsteller Victor Hugo war von der Mosellandschaft so hingerissen, dass er Zeichnungen derselben anfertigte.

Mein Mosel-Reiseführer jetzt im Buchhandel.

Wohin mit übrig gebliebener Auslandswährung?

Wohl jeder kennt das: Man reist in ein Land mit einer anderen Währung, und es bleiben oft Scheine und Münzen übrig, die man schlussendlich wieder mit nach Hause nimmt. Auch in den Tiefen von Koffern, Rucksack und Taschen verstecken sich immer wieder fremde Währungen, die nach zwei Wochen zu Hause auftauchen. Meist liegt das übrig gebliebene Geld in einer Spardose in der Hoffnung, dass man vielleicht irgendwann nochmal in dasselbe Land reisen wird.

Nun gibt eine neue Plattform für euer übrig gebliebenes Geld aus dem Ausland. In dieser könnt ihr die Geldscheine und Münzen an andere Reisende und Urlauber verkaufen.

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Es gibt mehrere Gründe, das Geld nicht bei der Bank zu wechseln:
„Viele Währungen werden dort nicht gehandelt, Münzen werden prinzipiell nicht angenommen, und die Kosten sind teilweise extrem hoch“, so Gründer Werner Noisternigg. „Als ehemaliger Backpacker war ich mit dem Problem der vielen Währungen mit Werten um die 15 Euro konfrontiert. Wenn man nun bedenkt, dass man als Backpacker in einigen Ländern mit diesen 15 Euro einen Tag lang über die Runden kommt, ist das ziemlich vergeudetes Potential“.

Jojmoney.com, eine österreichische Website, will es so den Urlaubern erleichtern,
das Geld aus dem Ausland umzutauschen. Sie bietet ab sofort ein kostenloses und gebührenfreies Portal für Verkäufer und Käufer fremder Währungen. Weltweit gibt es momentan noch keine vergleichbare Seite. Es ist möglich, Restwährungen zu kaufen oder zu verkaufen.  Für den Verkäufer ist der Vorteil, dass er scheinbar wertlose Valuten doch noch zu Geld machen kann, der Käufer profitiert davon, dass er z.B. 30 Euro hinlegt, und 35 Euro Gegenwert erhält. Der Maximalbetrag pro Währung, der umgetauscht werden kann, beträgt 75 Euro.

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Und so funktioniert es:

Auf der Seite wird ausführlich beschrieben, welche Schritte Käufer oder Verkäufer unternehmen müssen. Das ganze ist ziemlich simpel:

Ihr registriert euch ganz klassisch auf der Seite mit E-Mail, Passwort und Adresse. Danach könnt ihr euch sofort anmelden und unter „Währung verkaufen“ eine Anzeige erstellen. Der Verkäufer stellt seine Valuten unter Angabe der Stückelung, Verkaufspreis bzw. in welche Länder er bereit ist zu versenden, online. Die Seite schlägt einen Verkaufspreis vor, den man aber trotzdem frei wählen kann. Und das war’s. Anzeige bestätigen und fertig.
Möchte man die Währung kaufen, genügt ein Klick auf das Angebot, Betrag per Paypal oder Überweisung bezahlen, fertig. Ein Anbieter kann Fremdwährungen um einen Betrag zwischen 8 und 75 Euro verkaufen. Nach Zahlungseingang mit PayPal oder Überweisung versendet der Verkäufer dann die Valuten per Post an den Käufer
Die Postgebühren trägt üblicherweise der Verkäufer. Somit solltet ihr vor allem bei Münzen darauf achten, dass die Portokosten nicht den Gewinn übersteigen.
Bei einigen Währungen, wie z.B. dem Britischen Pfund oder der Indischen Rupie wurden innerhalb der letzten paar Jahre diverse Scheine aus dem Verkehr gezogen – dies wurde aber in Form eines Warnhinweises bzw. einer Abbildung der entwerteten Valuten berücksichtigt.

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Eifel – atemberaubende Berglandschaft

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag.

Die Eifel ist eine atemberaubende Erlebnisregion, die für jedermann etwas zu bieten hat. Die Region ist von Flüssen durchzogen, Vulkankegel ragen aus karger Landschaft hervor, Moor und Fels lassen das Umfeld wie aus der Urzeit erscheinen. Der  Natur- und Geopark Vulkaneifel erhielt im November 2015 die Auszeichnung  „UNESCO Global Geopark.“ Was man bei einen Kurzurlaub in der Eifel alles unternehmen kann, verrät der   Kurzurlaubspezialist.

Aktiv in der Eifel

Die Eifel hat für den Aktivurlauber einiges zu bieten. Der 313 Kilometer lange Eifelsteig führt von Aachen nach Trier und ist für jeden leidenschaftlichen Wanderer eine pure Herausforderung. Natürlich gibt es hier auch zahlreiche kürzere Alternativen, die hier beschrieben sind. Wer lieber mit dem Rad unterwegs ist, kann den Bahntrassenradweg erkunden – der längste seiner Art in Europa. Für Tagesausflüge lohnen sich der Seepark Zülpich oder das Freilichtmuseum.

Kultur in der Eifel

Die Eifel bietet eine historisch geprägte und abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Man kann hier die Spuren der Franken, Römer und Kelten erforschen. Fachwerkhäuser, Reste von alten Bauwerken, Museen und Burgen laden dazu ein, der Vergangenheit auf den Grund zu gehen. Das Kulturprogramm reicht von kleinen und großen Märkten, Ausstellungen, Konzerten, Lesungen, über archäologische Ausgrabungen bis hin zu Festspielen. Die Burg Eltz ist eine der bekanntesten Burgen in der Gegend. Sie thront auf einem Felsen hoch über der Mosel zwischen Koblenz und Trier. Geschichte kommt hier sicher nicht zu kurz, und im ein oder anderen Gemäuer kann man sicher auch noch das Schlossgespenst finden.

Übernachten in der Eifel

Wer die Natur liebt, kommt auf einem der vielen Campingplätze gut weg. Schlafen unter dem Sternenzelt ist herrlich, aber nicht jedermanns Sache. Für diejenigen, die ein gemütlicheres Bett bevorzugen, gibt es in der Eifel eine grofle Auswahl an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels.

Copyright Beitragsbild: Dsteffes, Wikimedia Commons

Mannheim – Ein Stadtporträt

Mannheim steckt voller kreativer Köpfe – damals wie heute. Hier werden doppelt so viele Startup-Unternehmen ins Leben gerufen wie durchschnittlich im Rest des Bundeslandes. Kein Wunder also, dass unsere multikulturelle Heimat besten Nährboden für viele erstaunliche Geschichten bietet. Mit der Erfindung von Karl Drais begann in der Quadratestadt der weltweite Erfolgszug des Fahrrads, die ›Söhne Mannheims‹ um Xavier Naidoo schrieben Musikgeschichte, Designerin Katrin Leiber revolutioniert den Schuhmarkt und der einstige Großmarktpacker Mustafa Baklan baute ein global agierendes Unternehmen auf. Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise und lernen Sie eine inspirierende Stadt (neu) kennen.

Mein Stadtporträt, an dem mein Sohn, Francesco, als Fotograf mitgearbeitet hat, ist seit heute im Buchhandel erhältlich.

Mannheim

Glück im Spiel – Die besten Casino-Reiseziele

Glück im Spiel, Pech in der Liebe, so wie es im alten Sprichwort heißt, muss nicht sein, denn nichts ist romantischer und besser für die Liebe als das Reisen, und das lässt sich besser denn je mit aufregenden Spieleerfahrungen vereinbaren. Grandiose und sehenswerte Casinos sind in den aufregendsten Städten der Welt zu finden, also warum nicht einmal die Städte-Reise mit einem exklusiven Casinoerlebnis abrunden? Dafür folgt eine kurze Aufzählung der besten Casino-Reiseziele in der Welt. (Und wer nicht warten kann, oder sein Spielverstehen vor dem Casinobesuch noch einmal auffrischen möchte, dem ist ein live online Casino mit echten Dealern zu empfehlen.)

Macau, China

Als ehemalige portugiesische Kolonie hat Macau einen ähnlich unabhängigen Status innerhalb Chinas wie Hong Kong. So hat Macau eigene Einreisebestimmungen und auch eine eigene Währung, sowie einen hohen Lebensstandard der sowohl reiche Touristen aus Asien, sowie Europa und Amerika anzieht. Infolgedessen fließt in Macau mehr Geld durch die Casinos als anderswo in der Welt. Hier spielt man in beispiellosen, hoch-modernen und opulenten Casinos inmitten einer Weltmetropole. Zudem bietet sich hier auch die Möglichkeit, sich einmal an chinesischen Traditionsspielen, wie zum Beispiel dem Roulette ähnlichen Fan-Tan, zu versuchen.

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Casino in Macau, Copyright Brenden Brain, Wikimedia Commons

Las Vegas & Atlantic City

Keine andere Stadt auf der Welt ist so mit Casinos verbunden wie Las Vegas. Inmitten der Nevada-Wüste gelegen und ausschließlich für den Tourismus erbaut, prägen die großen Showveranstaltungen neben den Casino-Tempeln den Las Vegas Strip. Jährlich kommen mehr als 40 Millionen Reisende. Wer gerne Musikveranstaltungen und große Magic-Shows sieht, sich in sehr kitschigen Europa-Nachbauten wohlfühlt, die ausgiebige Amerikanische Küche liebt und gerne mal die berühmtesten Casinos der Welt besuchen möchte, der kommt an Las Vegas nicht vorbei.

Strip from Belliago - East

Las Vegas, Copyright: Brand USA

Im Gegensatz dazu liegt Atlantic City direkt an der Ostküste im Bundestaat New Jersey und bietet neben einer großen Anzahl von Casinos auch Freizeitparks, Museen sowie einen beliebten Strand, und ist mit nur knapp zweihundert Kilometern Entfernung auch gut von New York zu erreichen. Die Casinos, wie das Bally’s Grand und Trump’s Taj Mahal, liegen auf dem berühmten Boardwalk. Wer also seinen New York Urlaub mit einem Besuch am Meer und einer Las Vegas-Erfahrung verbinden möchte, fährt nach Atlantic City.

 

Tropicana

Atlantic City, Copyright: Brand USA

Aruba, Karibik

Weiße Puderzucker-Strände und karibisches Wetter machen Aruba zu einem wahren Urlaubs- und Surfer-Paradies. Zudem finden sich hier mit dem Allegro Aruba Beach und dem Alhambra Bazaar einige der weltgrößten Casinos, in denen Caribbean Stud Poker besonders beliebt ist. So kann man es sich hier tagsüber am Strand gutgehen lassen, die fabelhafte karibische Küche kosten und den Abend mit Spielen verbringen. Diese Kombination gibt es nur in der Karibik – war man schon einmal in Aruba, dann bieten sich die Bahamas, Curacao, Puerto Rico und St.Martin als Alternativen für eine ähnliche Erfahrung an.

Monte Carlo, Monaco

Die wohl berühmteste Casino-Stadt in Europa liegt an der Küste des Fürstentums von Monaco. Mit einem atemberaubenden Blick auf das Mittelmeer kann man hier in den weltweit exklusivsten Casinos spielen, wo man auf Mitglieder von Königshäusern sowie die Reichen und Berühmten trifft. Das Ganze hat natürlich einen entsprechenden Preis und so ist Monte Carlo eines der teuersten Reiseziele der Welt.

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Monte Carlo, Copyright Cornelia Lohs

Baden-Baden, Deutschland

Auch in Deutschland kann man einen Urlaub mit dem Casinoerlebnis verbinden, und zwar in Baden-Baden. Mit der historischen Spielbank ist hier auch eines der ältesten und schönsten Casinos in Deutschland zu finden. Im märchenhaften Schwarzwald gelegen und ein Kurort, ist hier viel mehr zu erleben als nur das Glückspiel; so bieten die römischen Thermalbäder, das größte Konzert- und Opernhaus in Deutschland, sowie eine Vielzahl von weiteren kulturellen und kulinarischen Institutionen einen rundum luxuriösen Urlaub.

Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen gesponserten Post.

Heidelberger Geschichten

Rezension der Journalistin und Bloggerin Sabine Ludwig zu meinem Buch „Heidelberg, Porträt einer Stadt“ auf ihrem Blog https://sl4lifestyle.wordpress.com.

sl4lifestyle - Sabines Magazin für Reisen, Lifestyle und mehr

DSC_3250 (Large) Die Heidelberger Journalistin Cornelia Lohs vor ihrem Lieblingscafé, dem „Moro“.

Reiseführer über Heidelberg gibt es viele. Eigentlich ja. Aber eben auch nicht. Die Reisejournalistin Cornelia Lohs hat mit ihren Porträts eine ganz neue Perspektive auf die Stadt geschaffen. Dabei geht es um Menschen, die etwas zu sagen haben, die etwas gemacht haben oder die etwas tun wollen. Eines bringt die Personen zusammen: Das Außergewöhnliche.

Heidelberg (Large)Wusstet Ihr zum Beispiel, dass das „Wirtshaus zum Seppl“ Filmkulisse für die „Heidelberger Romanze“ von 1951 war? Ja, genau, mit Lilo Pulver und O. W. Fischer! Oder dass für eine Opernsängerin aus Japan der Klosterhof vom Stift Neuberg der ideale Ort für einen Spaziergang ist (der ist auch wirklich schön!)? Und dass der „Heidelberger Zuckerladen“ fast alles für den süßen Gaumen bietet?

Von all diesen Dingen und von noch viel mehr erzählen die Menschen dieser Stadt. Hautnah, authentisch, spannend. Daneben gibt es auch immer wieder Ausflüge…

Ursprünglichen Post anzeigen 85 weitere Wörter

Ich wollte einfach guten Kaffee machen

Im März erscheint mein Buch „Heidelberg, Porträt einer Stadt“ (Gmeiner Verlag). Hier schon mal ein Vorgeschmack:

Rudolf Miltner eröffnete mit dem Casa del Caffè die erste italienische Kaffeebar der Stadt

Nirgendwo spürt man das Flair Italiens eindrücklicher als in einer der typischen Kaffeebars. Es sind Orte der Geschäftigkeit, aber auch des Rückzugs. Hier wird über Geschäfte gesprochen, lebhaft über Politik und Sport diskutiert, gestritten und Zeitung gelesen. Von einem solchen Ort träumte Rudolf Miltner in Heidelberg. Es blieb nicht bei dem Traum. Sein nostalgisch-schönes Casa del Caffè in der Steingasse feierte am 15. September 2015 den 20. Geburtstag und ist mittlerweile weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Sogar die International Herald Tribune und die Frankfurter Allgemeine Zeitung erwähnten die Kaffeebar in einem Reiseartikel.

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Cornelia Lohs: Wie kamst du auf die Idee mit der Kaffeebar?

Rudolf Miltner: Der Ursprung war, dass ich einfach guten Kaffee machen wollte. Ich hatte zuvor drei Jahre in der Max-Bar gearbeitet und dort gemerkt, dass es mir liegt, Kaffee zu kochen. Durch meine italienische Frau hatte ich zudem den Zugang zu der Kultur. So reifte die Idee langsam heran und irgendwann war ich soweit, dass ich das Ganze realisieren wollte. Es war allerdings nicht so einfach, die geeigneten Räumlichkeiten zu finden. Als ich eines Tages durch die Steingasse lief, sah ich dieses Gebäude, das gerade umgebaut wurde. Irgendetwas zog mich in dieses Haus. Ich wusste bereits nach wenigen Sekunden, dass es der perfekte Ort für eine Kaffeebar sein würde.

Und du bekamst sofort den Mietvertrag?

Das war ganz witzig. Ich habe einen Termin mit dem Vermieter vereinbart, obwohl ich weder Geld hatte, noch konkrete Pläne vorweisen konnte. Nur die Idee, dass es eine italienische Stehbar sein sollte. Kurz vor dem Termin bin ich in eine Buchhandlung gegangen und habe mir das Buch mit den berühmten Fotos italienischer Espresso-Bars von Walter Vogel gekauft. Ich habe mich unten vor dem Haus ins Auto gesetzt, mir das Bild ausgesucht, das mir am besten gefiel, bin die Treppe hoch und habe zu dem Hausbesitzer gesagt: „Genau so will ich es machen“. Er antwortete: „Okay, machen Sie das“, und ich bekam den Mietvertrag. Ab diesem Zeitpunkt hat es bis zur Eröffnung der Bar ein Jahr gedauert.

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Woher stammt die Einrichtung?

Teils aus Italien, teils aus Frankreich. Bei der Theke handelt es sich beispielsweise um eine alte französische Bar. Zusammen mit Rudolf Clermont, der bereits die Max-Bar ausgestattet hatte, bin ich durch ganz Deutschland gefahren, teilweise auch nach Frankreich und Italien, um nach passenden Stücken zu suchen, die wir später hier eingebaut haben. Clermont hat übrigens auch die Wände bemalt.

(Anmerkung: Der kreative Innenausstatter Rudolf Clermont, der in Heidelberg mehrere Lokale eingerichtet hat, verstarb 2008 an Herzversagen).

Wie kam das Casa del Caffè nach der Eröffnung an?

Sehr gut. Anfangs wurde ich zwar bedauert, weil die Bar ein bisschen abseits liegt. Damals war die Steingasse für Cafés noch nicht so bekannt. Ich stand selber sieben Tage in der Woche an der Bar und hatte Kontakt zu den Gästen. Durch die Max-Bar wussten ja viele, dass ich guten Kaffee machen kann. Die schauten im Casa del Caffè vorbei und fanden es gut. Heute sind 80 Prozent der Besucher Stammgäste. Manche von ihnen kamen nach zehn oder fünfzehn Jahren wieder zurück und wunderten sich, dass noch alles so ist, wie es war und fühlten sich hier gleich wieder wohl. Für viele ist die Bar wie ein Stück Heimat. Seit der Eröffnung hat sich nichts verändert. Ich habe versucht, alles so zu erhalten, wie es ist und will es auch bewahren. Es ist wie eine Konservierung der Zeit.

Welcher Altersgruppe gehören deine Stammgäste an?

Queerbeet. Ich habe 80-jährige Stammgäste bis hin zu Babys, die mit ihren Eltern kommen. Ich hatte Gäste, die immer mit ihren Zwillingen kamen, die als Kleinkinder mit der Milchflasche im Mund unter dem Tisch lagen. Die Zwillinge kamen 18 Jahre später zu mir und haben gefragt, ob sie hier arbeiten könnten. Das ist schon ein Kompliment. Die beiden sind praktisch hier groß geworden.

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Ihr öffnet früh und schließt sehr spät – weshalb?

In Italien macht man die Bar früh auf, das ist Tradition. Man trifft sich, unterhält sich, isst ein warmes Croissant, trinkt Espresso oder Caffè Latte und geht wieder. Stammgäste, die am Wochenende den Abend ausklingen lassen, kommen auch um 2 oder 3 Uhr nachts noch auf einen Kaffee. Unter der Woche haben wir allerdings nur bis 1 Uhr geöffnet.

Was ist dir im Casa del Caffè wichtig?

Es war mir von Anfang an wichtig, dass die Bar in erster Linie ein Ort der Kommunikation ist und nicht des Geldverdienens. Deshalb gibt es hier kein WLAN und das wird es auch in Zukunft nicht geben. Ich finde es stressig, wenn alle auf ihr Smartphone starren oder am Laptop sitzen. Das will ich hier nicht. Die Menschen müssen reden miteinander. Ansonsten ist der Zweck verfehlt. Übrigens sind hier alle willkommen, ob Müllfahrer oder Millionär.

Casa del Caffè, Steingasse 8, 69117 Heidelberg

Aus „Heidelberg, Porträt einer Stadt„, ab 1. März im Buchhandel. 

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Sommertour durch Deutschland: Die schönsten Seen

Deutschland ist reich an herrlichen Seen und Badeseen, die ein hervorragendes Naturambiente und oftmals auch eine breite Palette für fast alle Wassersportarten und Freizeitaktivitäten bieten. In der Nähe der meisten Seen gibt es auch gute Unterkunftsangebote: vom idyllischen Zeltplatz über gemütlichåe Pensionen bis hin zum komfortablen Hotel kann jeder Urlauber seinen idealen Ferienort finden. Wassersportler und Ausflügler, die die Ruhe des Wassers genießen möchten und auf den kilometerlangen Wegen entlang des Ufers Radfahren oder Laufen möchten, finden meistens auch ganz in ihrer Nähe einen geeigneten See, um nur einen Tagesausflug oder Wochenende verbringen zu können.

Die schönsten Seen

Der größte und einer der schönsten Seen ist der Bodensee, der an Baden-Württemberg, Bayern sowie an die Schweiz und Österreich grenzt. Der Bodensee ist zudem mit rund 260 Metern der tiefste und mit einem Volumen von 48 km³ der wasserreichste See Deutschlands. Er teilt sich auf in den Obersee und Untersee und wird vom Rhein durchflossen. Neben der weltberühmten Blumeninsel Mainau mit ihren wunderschönen Parks und Gärten befinden sich noch die Inseln Lindau, Reichenau, Werd und die Dominikanerinsel auf dem See. Der Bodensee ist eines der beliebtesten Ferienregionen Europas, da das milde Klima, die gute Wasserqualität und die reizvolle Landschaft in der Umgebung zahlreiche Wassersportler, Urlauber und Ausflügler anziehen.

Pfahlbauten am Bodensee.
Pfahlbauten am Bodensee.

Einer der größten und tiefsten Alpenseen ist der Walchensee in Bayern. Der klare See liegt sehr idyllisch inmitten der bayerischen Voralpen und spielt für die Tourismusbranche eine große Rolle. Die idealen Windverhältnisse schaffen optimale Segel- und Surfbedingungen, das saubere Wasser und die Kiesstrände bieten gute Bademöglichkeiten. Bei Tauchern ist der Walchensee ebenfalls beliebt, weil man durch die klare Sicht von bis zu 40 Metern interessante versunkene Wracks von Booten und Autos zu sehen bekommt.

Walchensee
Walchensee

Ein weiterer idyllischer See ist der Eibsee in Oberbayern, der sich in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen am Fuße der Zugspitze in rund 1000 Metern Höhe inmitten eines herrlichen Bergpanoramas befindet. Auf dem glasklaren See befinden sich sieben kleine Inseln. Für Wanderer und Spaziergänger gibt es einen Weg, der mit 7,5 Kilometern um den See herum führt und als der schönste Wanderweg der Region gilt.

Im fränkischen Seenland befindet sich der Altmühlsee, ein Stausee, der einst durch die Wasserknappheit in der Region entstand und heute hervorragend für einen Familienurlaub, für die Freizeitgestaltung und für Wassersport geeignet ist. Besucher können Segeln, Kiten, Surfen, Kanu- und Bootfahren. Badegäste erholen sich an den Sandständen und Liegewiesen am Ufer des Sees. Radfahrer, Läufer und Wanderer erkunden den See auf einem Rundweg, welcher um den 450 ha großen See führt. Für einen längeren Aufenthalt stehen ausreichend Pensionen, Hotels und Campingplätze in unmittelbarer Nähe zur Verfügung.

Ganz im Norden von Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern befindet sich die Mecklenburger Seenplatte mit dem Müritzsee, der mit 25 Kilometern Länge und 14 Kilometern Breite das zweitgrößte Binnengewässer Deutschlands ist. Über mehrere Wasserstraßen und Seen, die bis an den Rand Berlins reichen, können Bootsfahrer die einmalige Natur bewundern, sowie seltene Pflanzen und Tiere wie Kormorane, Fischreiher und Seeadler beobachten. Zahlreiche kleine Badestellen laden dazu ein, sich im klaren Wasser zu erfrischen. In der hügeligen Landschaft, welche die Seenplatte umgibt, befinden sich weitläufige Spazier- und Wanderwege, die durch die Wälder und Wiesen dieser einmaligen Landschaft führen.

Plöner See
Plöner See

In Schleswig Holstein befindet sich der Plöner See, der mit mehr als 200 Seen in der Holsteinischen Schweiz als der größte See im Naherholungsgebiet dieser Gegend zählt. Der Plöner See bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Baden, Laufen und Skaten an. Bekannt ist er auch als Tauchrevier, sowie zum Fischen und Angeln. Besonders geschätzt wird das Gewässer von Seglern, insbesondere von Regattaseglern, weil dort stets ein konstanter Wind weht.

Urlauber oder Wochenendausflügler, die für eine Sommertour durch Deutschland ihre Freizeit an einem See verbringen möchten, können zum Beispiel auf dem Portal couporando.de nach Reisegutscheinen stöbern, um damit noch ein wenig Geld zu sparen.

Bei diesem Blog-Post handelt es sich um einen Gastbeitrag.

Angaben zum Bildmaterial:

© Pfahlbauten Bodensee (Heribert Pohl / Flickr, CC BY-SA 2.0)

© Walchensee (Heribert Pohl / Flickr, CC BY-SA 2.0)

© Plöner See (Sven Wusch / Flickr, CC BY-SA 2.0)

Die besten Fotomotive im Urlaub

Vorbereitung
Der lang ersehnte Urlaub ist endlich da. Die Vorfreude ist groß und die Koffer werden gepackt. Ob in den sonnigen Süden, in eine Metropole oder zum Skiurlaub: Jedem Urlauber stehen nahezu unbegrenzte Möglichkeiten zur Verfügung. Am Ziel angekommen, werden natürlich reichlich Fotos geschlossen, damit die Urlaubserlebnisse nicht in Vergessenheit geraten.

Wer mit einer Kamera auf Reisen geht, sollte immer einen Ersatzakku und sicherheitshalber auch noch eine zweite Speicherkarte mit ausreichend Speicherplatz dabei haben. Einige Kameras beziehen ihre Energie auch aus Batterien, die unterwegs überall nachgekauft werden können. Wird die Energie durch einen Akku geliefert, sollte immer ein Ladegerät mitgenommen werden. Ebenfalls sollte beachtet werden, dass gegebenenfalls ein Adapter mitgeführt wird, sodass das Ladegerät in fremden Ländern auch an das Stromnetz geklemmt werden kann. Profifotografen werden noch verschiedene Filter einpacken. Ebenso sollten Platz und Gewicht für ein Stativ eingeplant werden.

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Übereinstimmung mit der Wirklichkeit
Wer eine Reise bucht, hat von seinem Urlaubsziel bereits vorher zahlreiche Fotos in einem Katalog oder in Kalendern gesehen. In der Regel sind solche Postkartenmotive jedoch schöner als die Wirklichkeit, denn die Bilder wurden häufig durch Bildbearbeitungsprogramme „aufgehübscht“. Urlauber, die Fotos machen, sollten daher nicht enttäuscht sein, wenn parkende Autos den Weg zu einem Motiv verstellen oder Passanten durch das Bild laufen. Dennoch gibt es zahlreiche kreative Möglichkeiten für gelungene Erinnerungsfotos. So kann beispielsweise der Bildausschnitt verändert oder ein interessantes Detail eingefangen und zum Mittelpunkt des Bildes gemacht werden. Ein Motiv kann dabei so nah wie möglich abgebildet werden, wobei der Fokus auf das eigentliche Objekt fixiert wird und Unwichtiges zurücktritt. Das eingefangene Objekt muss sich nicht unbedingt in der Mitte des Bildes befinden, denn durch Variationen in der Platzierung können spannende Effekte erzeugt werden.

(atterrata.com) Bild 1Stimmungsvoll und abwechslungsreich fotografieren
Stimmungen können aus Düften, Gerüchen oder Klängen bestehen. Jedoch wird nur Gesehenes von einer Kamera aufgenommen. Andere Stimmungselemente können indirekt durch kurze Videosequenzen sichtbar beziehungsweise hörbar gemacht werden. Weite Landschaften lassen sich beispielsweise durch eine Panorama-Funktion einfangen und durch bestimmte Motivprogramme können die Farben von Wein oder des Essens appetitlicher gestaltet werden.

DSC_6878Fotos können mit Details, die die persönlichen Eindrücke während des Urlaubs wiedergeben, kombiniert werden. Ein gewöhnlicher Sonnenuntergang kann überall auf der Welt aufgenommen werden. Wenn jedoch der Sonnenuntergang in Verbindung mit einem Strandcafé, einem Drink oder einer Person, die einem nahesteht, verbunden wird, entsteht eine individuelle, ganz persönliche Note. Beim Fotografieren können immer bestimmte Elemente herausgegriffen und mit anderen kombiniert werden.

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Urlaubsziele können ganz individuell und unterschiedlich sein. Manche Urlauber mögen den Strand, andere wiederum Städte oder Landschaften. Die Fotomotive sollten den Charme und das Ambiente wiederspiegeln, das der Urlaub auf den Fotografen ausübt. Bei einer Städtetour können Architektur oder Straßenszenen mit Menschen hervorgehoben werden. Dabei dürfen natürlich Bilder von sich selbst und der Familie nicht fehlen. Kleinigkeiten, die im Alltag oft unbedeutend erscheinen, können betont werden oder Familienangehörige werden mit unterschiedlichen Perspektiven kombiniert.

(atterrata.com) Bild 5

Oft stehen bei der Urlaubsfotografie Motive im Vordergrund, die spontan unterwegs entdeckt werden. Gerade Fotoserien von landestypischen Details stellen eine große Bereicherung dar. Stillleben, Kuriositäten oder stimmungsvolle Nahaufnahmen können eine persönliche Urlaubsreportage abrunden.

Dieser Beitrag ist ein Gastartikel von rahmendirekt.de, dem Online-Shop für Bilderrahmen.

Bildmaterial:

© Aurlandfjord Panorama (Sören Schaper / Flickr, CC BY-ND 2.0)

© House On The Water Panorama (Axion 23 / Flickr, CC BY 2.0)

© sunset and reflection (james j8246 / Flickr, CC BY 2.0)

© Blue Doors, Hyrda, Greece (Sharon Mollerus / Flickr, CC BY 2.0)

ITB 2015: Weltenwanderer und globale Nomaden

Aufgrund von zwei Buchprojekten und aufwendigen Recherchen komme ich im Moment nicht dazu, zu bloggen. Deshalb hier Sabine Ludwigs Gedanken zur ITB letzte Woche, wo wir gemeinsam waren.

sl4lifestyle - Sabines Magazin für Reisen, Lifestyle und mehr

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Pressekonferenz Brasilien. Pressekonferenz Brasilien.

175.000 Besucher an fünf Tagen mit der unbändigen Lust, einfach Urlaub zu machen. Und ich war dabei: In Berlin, auf der ITB 2015, der weltweit größten Reisemesse. Zugegeben nach drei Tagen habe ich meine Beine nicht mehr gespürt. Ich habe zig Kilometer durch die Messehallen zurückgelegt, um Gesprächspartner zu treffen und aktuelle Trends zu erfahren.

Pressekonferenz Indonesien. Pressekonferenz Indonesien.

Insbesondere in Deutschland herrscht eine ausgelassene Urlaubsstimmung. Ist ja auch ganz klar, denn eine stabile Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und sinkende Lebenshaltungskosten (was ja so auch seine Nachteile hat!) sorgen für ausgeprägte Reiselaune und motivieren die Bürger mehr denn je, ihr Geld für eine Urlaubsreise auszugeben. Davon profitiert insbesondere das Segment der Luxusreisen.

10.096 Aussteller aus 186 Ländern – mehr als zwei Drittel davon internationale Aussteller – präsentierten sich vom 4. bis 8. März 2015 in 26 komplett ausgebuchten Hallen. Insgesamt reisten dieses Jahr rund 115.000…

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