Irland-Reiseführer

Eine Reise nach Irland steht an? Mit diesen beiden Reiseführern seid ihr bestens beraten! Der ADAC-Führer stammt aus meiner Feder, beim MERIAN live! war ich Co-Autorin. Meine Irland-Liebe verdanke ich meinem amerikanischen Mann, Pat, der jahrelang auf der Suche nach seinen irischen Wurzeln war. Im Laufe seiner Familienforschung haben wir mehrmals jährlich die ganze Insel bereist – im Uhrzeigersinn von Ost nach Nord, von Nord nach Süd und kreuz und quer, einschließlich der vorgelagerten Inseln, im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter. Mittlerweile steht der Stammbaum, was uns aber nicht davon abhält, weiterhin nach Irland zu fliegen …. wo wir auch gerade wieder erst waren.

Irland Kopie

Merian live

Spielbanken in Deutschland – Offline vs. Online

Spielbanken sind in einigen Städten in Deutschland sehr populär, in anderen sieht man sie kaum. Einige Bundesländer, wie z.B. Baden-Württemberg haben ein eigenes Glücksspielgesetz, welches die Anzahl der Spielbanken und Spielhallen regelt. Gleichzeitig gibt es viele Städte, in denen eine Vergnügungssteuer erhoben wird. Im Internet boomen Spielbanken und bieten neben den Klassikern Roulette und Black Jack zahlreiche innovative Spiele.

In den Städten haben Spielbanken und Spielhallen bestimmte Stadtteile in den vergangenen Jahrzenten dominiert. Teilweise waren gleich mehrere Spielbanken auf einem Straßenzug zu sehen. Ein typisches Beispiel dafür ist die Entwicklung der Spielhallendichte in der Stadt Ulm. Waren es vor zehn Jahren noch rund 20 Spielhallen, liegt die Anzahl heute bei 42. Die meisten Spielhallen haben von 6 Uhr am Morgen bis 0 Uhr am Abend geöffnet.

Auf der einen Seite bringen die Spielhallen den Städten in Form der Vergnügungssteuer regelmäßig hohe Einnahmen ein, auf der anderen Seite sorgen sie auch für ein entsprechendes Stadtbild und werden gerade in zentralen Lagen zunehmend unbeliebter. Bedingt durch das Landesglücksspielgesetz sollen jetzt z.B. in Ulm zahlreiche Spielhallen schließen.

Online Casinos können rund um die Uhr genutzt werden – Beliebtheit steigt!

Die Beliebtheit der Online Casinos hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Online Casinos haben rund um die Uhr geöffnet und können bequem von zu Hause am Computer besucht werden. Darüber hinaus ist die Auswahl der Spiele meist deutlich größer, als es in Spielbanken mit einem Automaten der Fall ist. Anzumerken ist auch, dass die Online Casinos natürlich deutlich sicherer sind, als es je nach Lage bei einem Besuch in einer Spielbank vor Ort der Fall ist.

Die Online Casinos zeichnen sich durch ein hohes Maß an Flexibilität aus. Die Einsätze können meist frei bestimmt werden und Handelskonten lassen sich sehr schnell eröffnen. Die Einzahlmöglichkeiten sind bei den meisten Online Casinos sehr vielseitig, so dass auch digitale Zahlungsdienste eingesetzt werden können.

In welchen Metropolen ist das Glücksspiel angesagt?

Nicht nur in Online Casinos, sondern auch in zahlreichen Metropolen spielt das Glücksspiel eine tragende Rolle. In China ist zum Beispiel die Stadt Macau für ihre Angebote im Bereich Glücksspiel sehr bekannt. Darüber hinaus stellt natürlich Las Vegas im Bundesstaat Nevada ein wahres Mekka für Glücksspielfreunde dar. Als Reiseziele sind Macau sowie als auch Las Vegas sehr beliebt. Viele Touristen kommen jedes Jahr in die Städte, um ihr Glück herauszufordern. Manche nehmen sich vor, eine gewisse Summe an Geld zum Spielen einzusetzen – immer in der Hoffnung auf den großen Gewinn.

Um die Anbindung zwischen Hongkong, Macau und dem chinesischen Festland zu verbessern, wird seit Jahren an einer gigantischen Brücke gebaut. Das 14 Milliarden Euro Projekt ist eines der größten Bauprojekte im Straßenverkehr Chinas und zeigt, wie viel hier möglich ist. Die Reisezeit zwischen den Destinationen Macau, Hongkong sowie dem Festland könnte sich somit deutlich verkürzen.

Bildquelle: Nejron Photo – 605080553 / Shutterstock.com

Genf – die Welt in einer Nuss

Hört man Genf, denkt man automatisch an Finanzen und Politik: UNO, WHO, WTO und zahlreiche andere internationale Organisationen, die sich hier niedergelassen haben. Dabei hat die größte Stadt der französischen Schweiz weitaus mehr zu bieten. Sie ist bunt, multikulturell und unglaublich vielseitig. Sie ist die Welt in einer Nuss, wie ein altes Sprichwort sagt.

Mit einer Geschwindigkeit von 200 Kilometern die Stunde schießt die berühmte Fontäne „Jet d’Eau“ 500 Liter Seewasser pro Sekunde in den strahlend blauen Himmel über dem Genfer See. Der gigantische Wasserstrahl erreicht dabei eine Höhe von über 140 Metern. Die schneebedeckten Gipfel des Mont Blanc, die im Hintergrund emporragen, wirken gegen die nahe Fontäne fast winzig.

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Dieses Bild war wohl das letzte, das die österreichische Kaiserin Sisi sah, bevor sie am 10. September 1898 an der Seepromenade Quai du Mont-Blanc einem Attentat zum Opfer fiel. Mit der sehr schlanken Sisi-Statue an der Promenade wurde der Kaiserin zu ihrem 100. Todestag ein Denkmal gesetzt.

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Wer das Postkartenmotiv mit der Fontäne und den Berggipfeln ausführlich genießen möchte, lässt sich auf der Terrasse des legendären Hotels Beau-Rivage auf einen Tee oder Kaffee nieder, der dort übrigens nicht mehr kostet als in jedem anderen Genfer Café. Sisi, die mit 42 Koffern in der Suite 119/120 logierte, verbrachte den letzten Nachmittag ihres Lebens auf der Terrasse und trank Tee, heißt es. In einer Vitrine im ersten Stock sind ihr Hut und Accessoires ausgestellt, die sie am Tag des Attentats trug.

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Der Tomatensaft im Beau Rivage schmeckt einzigartig gut

Ein paar junge Chinesen fotografieren die Statute von allen Seiten. Ob sie wissen, wer Sisi war? Auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht das Monument Brunswick. Es ist das monumentale Mausoleum Herzog Karls II. von Braunschweig. „Der zu Lebzeiten als Exzentriker bekannte Welfe wurde wegen Prunksucht und Regierungsunfähigkeit 1830 aus Braunschweig verjagt und starb 1873 im Genfer Exil. Sein Vermögen vermachte er der Stadt unter der Bedingung, dass man ihm ein Mausoleum mit Reiterstandbild errichtet“, erklärt ein Tourguide einer Gruppe Touristen. Das Grabmal, das Teil eines Palastes sein könnte, besteht aus einem dreistöckigen Baldachin aus Marmor, dessen Eingang von zwei Löwen bewacht wird. Der Sarkophag des Herzogs liegt im dritten Stock des Mausoleums. Das Reiterstandbild auf der Spitze des Baldachins musste wenige Jahre nach dem Bau entfernt werden, da es zu schwer war und herunterzufallen drohte. Heute befindet es sich am nördlichen Ende der Plattform vor dem Beau Rivage.

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Vom Quai du Mont-Blanc dringt babylonisches Sprachengewirr herüber. Menschen aus 190 Nationen leben und arbeiten in Genf in einer der über hundert internationalen Organisationen, was der Stadt mit ihren knapp 200.000 Einwohnern eine kosmopolitische Atmosphäre verleiht. In den Straßen sieht man die bunten Landestrachten Afrikas und der arabischen Staaten, ganz besonders wenn UNO-Delegationen in der Stadt sind – jährlich finden fast 8000 Konferenzen statt.

An der „Mouette“-Station herrscht Hochbetrieb. Die kleinen gelben Boote der Genfer Verkehrsbetriebe fahren vom Quai du Mont-Blanc hinüber zum anderen Seeufer, dem Rive Gauche. Von der Mouette-Station sind es nur wenige Meter zur Place de la Fusterie am Fuße der Altstadt.

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Dominiert wird der Platz an der belebten Rue de la Confédération vom Temple de la Fusterie, im 17. Jahrhundert Zufluchtsort protestantischer Flüchtlinge aus Frankreich. Zu den verwinkelten Gassen der Altstadt gibt es diverse Zugänge. Einer davon ist der Weg, der links vom Confédération Centre hinauf führt.

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An der Rue Bémont führen Treppen zur Rue de la Tour-de-Boël, die wiederum direkt in die Grand-Rue mündet, der quirligen Hauptachse der Altstadt voller Antiquitätenläden, Boutiquen, Buchhandlungen, Cafés, Kunstgalerien und Standort der Parfümerie Théodora, wo die einzigartigen Düfte, Kreationen der berühmtesten Nasen Frankreichs und Italiens, darunter Jean-Claude Ellena, ein Fest für den Geruchssinn bieten. Man darf nach Herzenslust schnuppern – „Kaufzwang besteht nicht“, so Inhaberin Sophie Bianchi, die sich 1995 mit der Eröffnung der Parfümerie einen lange gehegten Traum erfüllt hat.

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Hausnummer 40 ist das Geburtshaus des Philosophen Jean-Jacques Rousseau – nein, er war kein Franzose, er war tatsächlich Schweizer! In der Parallelstraße Rue Jean-Calvin befand sich im 16. Jahrhundert das Pfarrhaus des Reformators Calvin, das 1706 durch ein repräsentativeres Gebäude ersetzt wurde. Eine Tafel weist darauf hin, dass hier einst das Originalhaus stand. Die Straßen und Gassen der Altstadt versprühen eine Melange aus französischem Laissez faire und eidgenössischer Beschaulichkeit. Fast fühlt man sich in den steingepflasterten, verschachtelten Gassen in vergangene Tage zurück versetzt . Man spürt, dass Genf einst zu Frankreich gehörte und heute unmittelbar an dessen Grenze liegt.

Die Stadt ist reich an Sakralbauten. Der berühmteste steht am höchsten Punkt der Altstadt: die Cathédrale Saint-Pierre aus dem 12. Jahrhundert, Wirkungsstätte Calvins. Steigt man die 157 Stufen zur Turmspitze hinauf, wird man mit einem herrlichen Blick über die Stadt und den See belohnt.

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Nur wenige Minuten Fußweg sind es zum Reformationsdenkmal im Parc des Bastions am Fuße der Altstadt. Entlang einer gigantischen Wand, die auf 100 Metern Länge die 450 Jahre lange Geschichte des Protestantismus erzählt, stehen zahlreiche Skulpturen, darunter die der Reformatoren Calvin, Farel, Bèze und Knox sowie die des Vaters des amerikanischen Baptismus, Roger Williams und des Politikers Oliver Cromwell.

Von einer komplett anderen Perspektive erlebt man Genf vom Wasser aus, wo sich die volle Schönheit der Stadt entfaltet. Eingerahmt von den Höhenzügen des Schweizer Jura und den Gipfeln der Savoyer Alpen, ist ihre malerische Lage kaum zu überbieten. Am Mont-Blanc Pier legen mehrmals täglich Schiffe zu Rundfahrten ab.

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Die Raddampfer fahren nahe an der gewaltigen Wasserfontäne vorbei, passieren zahlreiche Segler und schlossähnliche Villen, Monumente und den Ariana-Park, in dem sich das „Palais des Nations“ der UNO befindet. An einem der Hänge über dem See lugt zwischen zwischen Bäumen die Villa Diodati hervor, in welcher der englische Dichter Lord Byron eine zeitlang lebte, wo seine Freundin Mary Shelley 1816 den Entwurf ihres Romans „Frankenstein“ verfasste und der Poet selbst sein dramatisches Manfred-Gedicht, das Tschaikowsky später zu einer Sinfonie verarbeitete. Das schönste Gebäude, an dem das Schiff vorbeifährt, ist die Villa Bartholoni im Park La Perle du Lac, die 1830 als Sommerresidenz für zwei Pariser Bankiers errichtet wurde und heute das Museum der Geschichte der Wissenschaften beherbergt. Sitzt man auf dem Oberdeck, kann man sich an so viel Schönheit und Idylle gar nicht statt sehen.

INFO

Beim Einchecken gibt es in allen Hotels gratis die Geneva Transport Card, mit der man kostenlos alle öffentlichen Verkehrsmittel in Genf inkl. Mouette benutzen kann.

Interessant für ein Mädels-Wochenende in Genf: Geneva Tourism hat mit dem kostenlosen Geneva Girls’ Guide einen 120-seitigen Reiseführer mit Insidertipps speziell für Frauen zusammengestellt, der sich in acht Rubriken unterteilt: Shopping, Beauty/Wellness, Aktivitäten, Restaurants, Ausgehen, Brunch, Tee & Kaffee, Leckereien sowie das perfekte Wochenende.

Weitere Informationen: www.geneva-tourism.ch

Auf ein Guinness mit Henry Joy McCracken

In Kelly’s Cellars in Belfast plante die revolutionäre Society of United Irishmen den Aufstand gegen die Engländer.

„Hier hat er sich vor den britischen Soldaten versteckt“, sagt die Wirtin und klopft mit der Hand auf den langen Tresen aus dunklem Holz. „Nie im Leben hätten die ihn zusammengekauert hinter dem Schanktisch vermutet. Dieser McCracken, das war ein ganz Tollkühner!“

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Der Tresen, hinter dem sich Henry Joy McCracken versteckte

Der 1720 eröffnete Pub in der Bank Street ist ein verstecktes Juwel abseits der Einkaufsstraßen und Fußgängerzonen. Das beste Guinness der Stadt soll es hier geben. Nur ein einziger Gast sitzt mit seinem Pint und einer Zeitung in der Ecke. Eingerahmte Bilder, Dokumente und Grafiken an den weiß gekalkten Wänden der urigen Kneipe dokumentieren die Geschichte der „Irischen Rebellion“ 1798, die Jahre zuvor in Kelly’s Cellars ihren Anfang nahm. Ab 1791 trafen sich Henry Joy McCracken und seine revolutionäre Society of United Irishmen in der Kneipe und planten den Aufstand. Die Kopie eines Gemäldes zeigt das markante Profil des jungen Revolutionärs. Ein Druck demonstriert ein Treffen der Gruppe.

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McCracken wurde in eine der im 18. Jahrhundert bekanntesten protestantischen Industriellenfamilien Belfasts hineingeboren. Die Ursache des späteren Konflikts, den die Engländer „The Troubles“ nannten, hatte 160 Jahre vor der Geburt McCrackens begonnen. Als der irische Adel 1607 fluchtartig die Insel verließ, verteilte die britische Regierung deren Land an englische Protestanten, siedelte diese systematisch in der Provinz Ulster an und nahm den Iren die Bürgerrechte. Zahlreiche britischstämmige Iren waren ebenso wie die katholische Urbevölkerung gegen die britische Fremdherrschaft und für die Wahrung der traditionellen irischen Kultur. Wie der Reedersohn Henry Joy McCracken. Zusammen mit Wolf Tone und anderen Protestanten gründete er 1791 in Belfast die Society of United Irishmen, deren Ziel die Schaffung einer irischen Republik war.

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„Wir haben keine nationale Regierung. Wir werden von Engländern und den Dienern von Engländern regiert, deren Ziel das Interesse eines anderen Landes, deren Mittel die Korruption und deren Stärke die Schwäche Irlands ist“, steht auf einer der Tafeln in dem Nebenraum, in dem die revolutionäre Gruppe ihre geheimen Treffen abhielt. Der Mann, der mit seinem Guinness versteckt hinter einer Zeitung an einem Ecktisch sitzt, schaut auf, als er das Klicken der Kamera hört und hebt eine Augenbraue. „Warum fotografiert diese Verrückte die Geschichte von der Wand ab“, scheint er zu denken.

Der junge Henry trat in die Textilfabrik seiner Familie ein. Getarnt als Geschäftsmann reiste er quer durch das Land, um in anderen Städten Gruppen der Society of United Irishmen aufzubauen. Kaum gegründet, wurde die Society als subversiv eingestuft und von den Briten verboten. Kein Wunder, hatte die Obrigkeit Henry nun im Visier. Nicht immer gelang es ihm mit einem Sprung hinter den Tresen, den britischen Soldaten zu entkommen. Im Oktober 1796 wurde er verhaftet und zu einer Gefängnisstrafe im berüchtigten Kilmainham Gaol in Dublin verurteilt, wo bereits zahlreiche Gesinnungsgenossen einsaßen. Da er schwer erkrankte, wurde er 14 Monate später auf Kaution freigelassen. In Freiheit, widmete er sich unverzüglich wieder der geplanten Rebellion gegen die Engländer, die am 23. Mai 1798 in Dublin begann und auf weitere Countys übergriff. Der britischen Armee gelang es zwar, die Aufstände zum Teil schnell niederzuschlagen, die Wut der Rebellen richtete sich nun aber gegen wohlhabende Protestanten, was bürgerkriegsähnliche Zustände entfachte. Der Aufstand scheiterte im September. Kämpften Protestanten und Katholiken zunächst noch gemeinsam für ein unabhängiges Irland, führte die Rebellion zu einer Spaltung der Bevölkerung, die ihren Höhepunkt in den „Troubles“ (1969-98) fand.

Kellys Cellars

Henry Joy McCracken wurde nur wenige Wochen nach Beginn der Rebellion verhaftet und am 17. Juli 1798 im Alter von 30 Jahren zum Tod am Galgen verurteilt – am Corn Market, keine 300 Meter von Kelly’s Cellars entfernt. Hätte er seine Kameraden verraten, wäre er lebend davongekommen. Der Tresen, hinter dem sich der Revoluzzer einst versteckte und an dem die Wirtin gerade Flaschen sortiert, ist noch derselbe.

„Ihr müsst unbedingt heute Abend um Neun zur Seisún kommen“, rät sie und erklärt, dass es sich dabei um eine Pub Session handelt, bei der Amateurmusiker traditionellen Irish Folk spielen. Ob sich wohl auch die Ballade von Henry Joy McCracken im Repertoire befindet? „An Ulster man I am proud to be ….“ Am Ende des Tages werde ich es wissen!

Kellys Live Music

Adresse: 30-32 Bank Street, Öffnungszeiten: täglich 11:30-1 Uhr, sonntags 13-24 Uhr. Live Musik (Seisúns) Di, Do, Fr, Sa.

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Kurztrip nach Kopenhagen

Mit ihrer halben Million Einwohnern ist die Hauptstadt des ältesten Königreichs der Welt die Kleine unter den großen Metropolen. Überschaubar, zu klein, um sich zu verlaufen und geprägt von dänischer „Hygge“, südlichem Flair, altem Fachwerk und moderner Architektur, viel Grün und zahlreichen Radfahrern. – immerhin durchzieht ein Netz von 300 Kilometern Radwegen die Stadt.

Wohin zuerst? Auf den Rathausturm!

Fast 300 Stufen sind es bis zur Aussichtsplattform des 106 Meter hohen Turmes. Keuchend komme ich oben an, aber der Blick über Kopenhagen ist die Strapaze des Aufstiegs wert. Der imposante Backsteinbau aus dem späten 19. Jahrhundert steht auf einem der lebhaftesten Orte der Stadt, dem knapp 30.000 Quadratmeter großen Rådhuspladsen.

(Rådhuspladsen, nahe Hauptbahnhof, Turmbesteigung: Mo-Fr 8-17 Uhr, Sa 10-13 Uhr)

Ny Carlsberg Glyptotek

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Bierbrauer Carl Jacobsen (Carlsberg Bier) ließ das Gebäude mit dem schmucken Glasdom in den Jahren 1892-1897 für seine umfangreiche Skulpturensammlung bauen. Ich laufe durch Räume mit römischen, griechischen und ägyptischen Skulpturen (3000 v. Chr. bis 500 n. Chr.), stoße auf zahlreiche Arbeiten von Auguste Rodin sowie zu meiner Freude in der Gemäldeabteilung auf Werke von Cézanne, Gauguin, Manet, Monet und Courbet sowie eine der größten Sammlungen dänischer Kunstwerke. Unter der Kuppel des Glasdoms, wo sich ein kleiner Garten mit subtropischen Pflanzen und einem plätschernden Brunnen befindet, lasse ich mich auf einer der Bänke nieder und fühle mich in dieser Idylle plötzlich wie in einer anderen Welt.

Ny Carlsberg

(Dantes Plads 7, Di-So 11-18 Uhr, Do bis 22 Uhr, Eintritt: 95 DKK, unter 27 J. 50 DKK. Tipp: Dienstags ist der Eintritt in die Dauerausstellung frei!)

Christiansborg

Das gewaltige Schloss ist die dritte Version des ursprünglich 1736 von König Christian V. erbauten Königsschlosses. Christiansborg I brannte 1794 ab, ebenso Christiansborg II 90 Jahre später, woraufhin die Königsfamilie nach Amalienborg zog. Christiansborg III, das in den Jahren 1907-28 entstand, ist heute Sitz des dänischen Parlaments. Kommen Staatsoberhäupter nach Kopenhagen, werden diese von Königin Margrethe in den Repräsentationsräumen des Schlosses empfangen, die man bei Schlossführungen besichtigen kann. Die nächste Führung beginnt erst um 13 Uhr, deshalb schaue ich mir das Gebäude nur von außen an.

(Prins Jørgens Gård 1, zu Fuß ca. 10 Min. von der Ny Carlsberg Glyptotek, Führungen finden täglich zwischen 10 und 17 Uhr statt, Eintritt: 150 DKK)

Nyhavn – Sehen und gesehen werden

 

Der Hafen, der im 17. Jahrhundert im Zuge der Stadterweiterung ausgehoben wurde, ist mit seinen bunten Giebelhäusern touristisches Aushängeschild, Kneipen- und Restaurantmeile und neben der kleinen Meerjungfrau das beliebteste Fotomotiv Kopenhagens. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, aber es ist eiskalt. Trotzdem sind sämtliche Außentische der Kneipen und Restaurants bis auf den letzten Platz besetzt. Nach ein paar Minuten des Suchens finde ich ein italienisches Restaurant, wo noch ein einziger Tisch frei ist. Ich lasse mich nieder, höre einem Straßenmusiker zu, der einen Tango spielt und beobachte die vorbeiziehenden Menschen aus aller Welt.

Kopenhagen

Vom Nyhavn ist es nur ein kurzer Spaziergang zum Amalienborger Schlossplatz, wo sich die vier fast identischen Paläste Schack, Moltke, Brockdorff und Levetzauum den Platz gruppieren. Die Königsfamilie residiert im südöstlich gelegenen Palais Schack. Frederik, der Thronfolger und seine Familie, haben im Palais Brockdorff ihre offizielle Referenz. Margrethe II nutzt ihr Palais nur als Winterresidenz, ansonsten wohnt sie auf Schloss Fredensburg, außerhalb der Stadt, und im Sommer auf Schloss Gravenstein bei Sønderburg. Die Flagge ist nicht gehisst – Margrethe II und Henrik weilen derzeit wohl auf Schloss Fredensborg. Ist die Königin da, findet täglich um 12 Uhr eine Wachablösung statt. Dazu verlässt die königliche Leibgarde um 11.30 Uhr die Kaserne am weiter westlich gelegenen Schloss Rosenborg, um nach Amalienborg zu marschieren, wo die Ablösung stattfindet.

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Mit dem Rad kommt man in Kopenhagen überall schnell hin

Kleine Meerjungfrau

Klein ist sie, im wahrsten Sinne des Wortes. Fast übersehe ich die nur 1,25 Meter große Statue, die auf einem Findling an der Uferpromenade Langelinie thront. Der Bildhauer Edvard Eriksen schuf die Bronzeskulptur 1913 im Auftrag des Kunstmäzens Carl Jacobsen (der auch die Ny Carlsberg Glyptotek erbauen ließ). In der Meerjungfrau wurden gleich drei Frauen verewigt: „Jeanne d’Arc“, wie sie der französische Bildhauer Henri Michel Chapu schuf (die Skulptur steht in der Ny Carlsberg Glyptotek), Primaballerina Ellen Price, nach deren Vorbild der Kopf gestaltet wurde und Eline Eriksen, die Frau des Künstlers, die als Aktmodell diente.

(Von Amalienborg ist es über die Amaliegade nicht weit zur Langelinie. Ansonsten fährt Bus Br. 26 ab Kongens Nytorv zum Søndre Frihavn, von wo aus es noch 200 m Fußmarsch sind)

Nationalgalerie (Statens Museum for Kunst)

 

Gerade war der Himmel noch blau, jetzt ist er grau und es regnet in Strömen. Ich habe keinen Schirm dabei und flüchte rennend zu einem Taxi auf der gegenüberliegenden Straßenseite, das mich zur Nationalgalerie fährt.

Nationalgalerie Kopenhagen

Dänemarks größtes Kunstmuseum bietet auf zwei Etagen einen Überblick über 700 Jahre Kunst – von der frühen Renaissance bis zur Gegenwart. Zu den Exponaten zählen Werke von Tizian, Rembrandt, Rubens, Nolde, Munch, Matisse, Picasso, Modigliani und sogar ein Gemälde von Diego Rivera ist dabei. Mich zieht es, wie immer in Kunstmuseen, zu den Impressionisten und Expressionisten. Hier könnte ich Stunden verweilen! Als ich das Museum nach fast zwei Stunden verlasse, ist der Himmel wieder strahlend blau.

(Sølvgade 48-50, Di-So 11-17 Uhr, Mi bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, lediglich für Sonderausstellungen muss bezahlt werden)

Strøget – die längste Fußgängerzone Europas

Die fast zwei Kilometer lange Fußgängerzone sucht man auf dem Stadtplan vergeblich, denn Strøget steht lediglich für Einkaufsmeile. Sie besteht aus mehreren aufeinanderfolgenden Straßen und schlängelt sich vom Rådhuspladsen über die Frederigsberggade, Nygade Vimmelskaftet, den Amager Torv und die Østergade bis zum Kongens Nytorv. Bei ihrer Eröffnung 1962 war Strøget die erste Fußgängerzone Europas – bis heute soll sie die längste sein. Im ersten Teil der Strøget dominieren Souvenirläden und Fastfoodketten, aber je weiter ich mich vom Rådhuspladsen entferne, finde ich Läden mit dänischem Design, internationalen Designern, Galerien, Juweliere und dazwischen jede Menge Cafés. In der Østergade 52 befindet sich das Edelkaufhaus Illum, das 1891 eröffnet wurde und gerne als „Harrod’s“ des Nordens bezeichnet wird. Auch wenn ich nichts kaufe, schlendere ich immer wieder gerne durch die vier Etagen und gönne mir auf der Dachterrasse einen Espesso.

Dinner im Quartier Latin

Urten

Auf Reisen bin ich immer auf der Suche nach guten veganen und vegetarischen Restaurants. In Kopenhagen wurde mir das kleine Restaurant „Urten“ im Univiertel Quartier Latin empfohlen. Auf der Karte stehen leckere Drei-Gänge-Menüs mit italienischen, französischen und nordischen Einflüssen. Ich kann mich nicht entscheiden und bitte die Kellnerin, mir einfach das zu bringen, was ihrer Meinung nach am besten schmeckt. Wir scheinen den gleichen Geschmack zu haben, denn was sie bringt, ist super lecker. Einschließlich dem hausgemachten Brot, veganen Wein und Dessert.

(Larsbjörnsstræde 18/im Gebäude der Atlas-Bar, Mo-Sa 12-22 Uhr)

Nightcap in schwindelerregender Höhe

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Copyright: Marriott/AC Hotels

Das Panorama der gigantischen Sky Bar im 23. Stock des Bella Sky Hotels auf das Lichtermeer Kopenhagens ist spektakulär. Egal, wo man sitzt, die Aussicht ist garantiert. Ich entscheide mich gegen einen Platz an der verglasten Wand, denn ich bin alles andere als schwindelfrei.

(Center Boulevard 5, Mo-Mi 12-24 Uhr, Do-Sa 12-1 Uhr, So/Feiertage 12-23 Uhr. So kommt man hin: Metro M1 ab Kongens Nytorv bis Station Bella Center, Fahrzeit 8 Minuten)

Tipp: Rungstedlund – Karen Blixen Museet

Wer viel Zeit mitbringt und sich für Literatur begeistert, sollte sich unbedingt das Eltern- und Wohnhaus von Karen Blixen in Rungsted Kyst anschauen. Seit ihre Autobiografie „Jenseits von Afrika“ mit Meryl Streep und Robert Redford verfilmt wurde, pilgern Fans aus aller Welt zu dem alten Herrenhaus Rungstedlund am Øresund, das seit 1991 ein Museum ist. Die Ausstellung widmet sich dem Leben der Schriftstellerin in Dänemark und Afrika und zeigt ihre Wohnräume, die seit Blixens Tod 1962 unverändert sind. Karen Blixen ist in ihrem Park hinter dem Haus unter einer großen Buche begraben. Rungstedlund ist für mich ein Muss bei jedem Kopenhagen-Besuch, denn jedes Mal erlebe ich den Ort anders.

Blixen Museum

Rungsted Strandvej 111, Rungsted Kyst, Mai-Sept Di-So 10-17 Uhr, Okt-April 13-16 Uhr, Sa/So 11-16 Uhr, Eintritt 75 DKK. So kommt man hin: Zug ab Kopenhagen Hauptbahnhof bis Station Rungsted Kyst, Fahrzeit 30 Min., dann ca. 700 m Fußweg. Tipp: Die Tickets für öffentliche Verkehrsmittel in Dänemark sind nicht gerade billig, deshalb lohnt sich ein 24 Stunden Ticket für 7 Zonen zu 130 DKK, das auch für die Fahrt nach Rungsted Kyst gilt.

Hoteltipp: AC Hotel Bella Sky

Die Türme des futuristischen Gebäudes neigen sich in entgegengesetzte Richtungen, und es scheint, als würde es nur vom Sky Walk, der die beiden silbrig weiß glitzernden Türme im 23. Stock miteinander verbindet, zusammengehalten. Das mit über 800 Zimmern größte Designhotel Nordeuropas, in dessen Foyer an einer Wand 5000 Pflanzen wachsen, liegt zwischen Flughafen und Stadtzentrum im Stadtteil Ørestad. Die Metrostation ist in Sichtweite und nur vier Minuten zu Fuß entfernt – bis ins Stadtzentrum am Kongen Nytorv sind es acht Minuten Fahrt. Die Zimmer in modernem skandinavischen Design verfügen über eine verglaste Wand, die vor allem in den oberen Stockwerken einen atemberaubenden Blick auf die Skyline Kopenhagens freigeben. Der gesamte 17. Stock ist übrigens für allein reisende Frauen reserviert.

(Center Boulevard 5, zwischen Flughafen und Hotel verkehrt ein Shuttle-Bus)

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Copyright: Marriott/AC Hotels

Irland

Wer einmal durch Irland gereist ist, den lässt die atemberaubende Landschaft der kleinen Atlantikinsel am westlichen Rand Europas nicht mehr los. Tosende Atlantikwellen, steil abfallende Klippen, schroffe Berge, endlos grüne Ebenen durchzogen von sanften Hügelketten, einsame Seen, beeindruckende Sandstrände und kleine Buchten, Wiesen, Weiden und Wälder soweit das Auge reicht, kleine Inseln, quirlige Städte, prachtvolle Schlösser, geheimnisvolle Ruinen, dank des milden Klimas des Golfstroms prächtige Landschaftsgärten und nicht zuletzt die einzigartige Herzlichkeit der Insulaner.

Irland

Mein ADAC Reiseführer Irland ist seit letzter Woche im Buchhandel erhältlich. Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten in Irland und Nordirland liegt ein Schwerpunkt auf reisepraktischen Informationen, auf Ratgeber-, Service- und Mobilitätsthemen. Wie alle ADAC-Reiseführer wurde auch dieser einem umfassenden Relaunch unterzogen und 2017 von mir komplett neu geschrieben.

 

In Mexiko

„In Mexiko – Reise in ein magisches Land“ beschreibt den achtmonatigen Aufenthalt des Autors und Übersetzers Jürgen Neubauer und seiner Frau in dem kleinen Städtchen Malinalco im Hochland Zentralmexikos. Auf humorvolle Weise lässt der Autor den Leser an seinem alles andere als langweiligen Alltag teilhaben und liefert so ein Porträt von Land und Leuten, bei dem auch die Geschichte des Landes nicht zu kurz kommt.

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Malinalco liegt von Bergen umgeben eingebettet in einem Tal. Copyright: Jürgen Neubauer

Nach viereinhalb Jahren Mexiko-Stadt haben sie die Nase voll, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem Atemwegserkrankungen zum Dauerzustand geworden sind, verlassen Neubauer und seine mexikanische Frau Lulú die von Luftverschmutzung geplagte Hauptstadt in südwestliche Richtung und lassen sich im zwei Autostunden entfernten Malinalco nieder. In dem Städtchen, über dem eine alte Kultstätte der Azteken mit einem aus dem Fels gehauenen Tempel thront, finden die beiden ein unbekanntes und zugleich faszinierendes Mexiko. Smog und Autogehupe wie in der Millionenmetropole gibt es hier nicht. Den Soundtrack bestimmen am frühen Morgen die Kampfhähne des Nachbarn, und während des Tages wird die Idylle höchstens von muhenden Kühen, wiehernden Pferden und knatternden Motoren unterbrochen.

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Malinalco. Copyright: Jürgen Neubauer

Innerhalb ihrer vier Wände treffen Jürgen und Lulú auf Skorpione, außerhalb auf Heiler, Schamanen, Künstler, Kleinkriminelle, Wahlbetrüger, Drogenhändler, geizige Großgrundbesitzer und wohlhabende Hauptstädter, die in Malinalco ihr Wochenenddomizil haben. Während Jürgen seiner freiberuflichen Tätigkeit als Literaturübersetzer nachgeht, versucht Lulú, als Anwältin Fuß zu fassen, aber bis auf ein paar „beinahe-Fälle“, gelingt es ihr nicht, Klienten an Land zu ziehen. Die einen haben kein Geld oder sind mit einem Rat für 50 Pesos (ca. 2 €) zufrieden, andere trauen sich letztendlich doch nicht, einen Großgrundbesitzer zu verklagen. Nach 260 Tagen Auszeit von Mexiko-Stadt verlassen sie Malinalco – allerdings nicht Richtung Hauptstadt.

Juergen Neubauer

In Mexiko. Verlag: TWENTYSIX, 336 Seiten, ISBN-13: 978-3740735227

Weiterer Lesetipp:

Mexiko – Ein Länderporträt (Jürgen Neubauer). Das Buch wurde mit dem ITB-Book Award 2014 ausgezeichnet. Unterhaltsam und informativ ist auch Jürgens Blog Aus Mexiko.